Start Aktuelles Temu, Shein und AliExpress verlieren mehr als ein Drittel ihres Umsatzes

Temu, Shein und AliExpress verlieren mehr als ein Drittel ihres Umsatzes

Die asiatischen Shopping-Plattformen Temu, Shein und AliExpress haben im dritten Quartal 2026 in Deutschland deutlich weniger umgesetzt als ein Jahr zuvor. Ihre gemeinsamen Erlöse sanken um 35,5 Prozent auf 566 Millionen Euro. Das geht aus aktuellen Marktzahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) hervor.

Als wesentlichen Grund nennt der Verband die gestiegenen Kosten für Kleinsendungen aus Nicht-EU-Staaten. Seit Juli gelten veränderte Zollregelungen, durch die sich viele direkt aus Asien verschickte Niedrigpreisprodukte verteuert haben. Der gemeinsame Anteil der drei Plattformen am deutschen Onlinehandel sank nach Angaben des bevh vom zweiten zum dritten Quartal 2026 von 5,3 auf 3,1 Prozent.

Die Schwäche der asiatischen Anbieter führt allerdings nicht automatisch zu höheren Umsätzen bei deutschen Onlineshops. Der gesamte deutsche Onlinehandel erreichte im dritten Quartal 18,5 Milliarden Euro und wuchs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent. Reine Onlineshops verzeichneten dagegen einen Rückgang von 0,8 Prozent.

Die Ergebnisse beruhen auf einer fortlaufenden Verbraucherbefragung des bevh. Es handelt sich damit um hochgerechnete Marktdaten und nicht um von den Plattformen veröffentlichte Geschäftszahlen.

Ob die Umsatzverluste von Dauer sind, bleibt offen. Die Unternehmen könnten beispielsweise mit veränderten Versandstrukturen, zusätzlichen europäischen Lagern oder einer angepassten Preisgestaltung auf die höheren Importkosten reagieren.

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