Der grenzüberschreitende Handel macht knapp 80 Prozent des Geschäftsvolumens der 100 größten in Europa aktiven Online-Marktplätze aus. Für 2026 schätzt Cross-Border Commerce Europe das entsprechende Bruttowarenvolumen auf 139,8 Milliarden Euro. Das gesamte Handelsvolumen der untersuchten Plattformen soll 175,8 Milliarden Euro erreichen.

Die Zahlen stammen aus der siebten Ausgabe des Reports „Top 100 Cross-Border Marketplaces Europe“. Für 2027 prognostiziert die Organisation ein grenzüberschreitendes Handelsvolumen von 154 Milliarden Euro, zehn Prozent mehr als 2026. Der Anteil am gesamten Bruttowarenvolumen der untersuchten Marktplätze würde damit auf rund 81 Prozent steigen.
An der Spitze des Rankings stehen Amazon, Temu und AliExpress. Dahinter folgen eBay, Etsy, Vinted, OLX, Zalando, AbeBooks und StockX. Die Rangfolge basiert allerdings nicht ausschließlich auf dem Handelsvolumen. Berücksichtigt werden unter anderem auch die geografische Präsenz, die Reichweite und die grenzüberschreitenden Besucherzahlen der Plattformen.
Als wichtige Entwicklungen nennt Cross-Border Commerce Europe den zunehmenden Einsatz von KI bei der Produktsuche, das Wachstum von Social Commerce sowie Investitionen internationaler Plattformen in europäische Logistikstrukturen. Gleichzeitig erschweren unterschiedliche regulatorische Anforderungen, Zollvorschriften und Verpackungspflichten den grenzüberschreitenden Handel.
Die Angaben für 2026 beruhen auf Schätzungen, die Werte für 2027 auf Prognosen. Ein direkter Vergleich mit der Vorjahresausgabe ist nur eingeschränkt möglich, da die Veröffentlichungen unterschiedliche Kennzahlen und Bezugszeiträume ausweisen.
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