Der E-Commerce-Softwareanbieter Intershop hat im ersten Quartal 2026 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Möglich wurde das vor allem durch umfangreiche Kostensenkungen und Stellenabbau. Das Unternehmen reagiert damit auf ein schwieriges Marktumfeld, in dem viele Kunden Investitionen verschieben oder Budgets kürzen.

(Bild: Intershop)

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal von 9,1 auf 7,9 Millionen Euro. Gleichzeitig reduzierte Intershop die Kosten deutlich. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Zahl der Mitarbeiter innerhalb eines Jahres um rund 40 Stellen auf etwa 220 Beschäftigte verringert. Betroffen waren neben Deutschland auch Standorte in Nordamerika.

Finanzvorständin Petra Stappenbeck sprach von einem konsequenten Sparkurs, der unter anderem Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung umfasst habe. Ziel sei gewesen, die Kostenstruktur an die rückläufigen Umsätze anzupassen.

Intershop gehört zu den frühen deutschen Softwareunternehmen im Onlinehandel und konzentriert sich inzwischen vor allem auf Cloud-Lösungen für digitale Handelsplattformen. Dieses Geschäft entwickelte sich zuletzt stabiler als andere Bereiche. Der Umsatz mit Mietsoftware legte im ersten Quartal leicht zu, ebenso die Zahl der Aufträge.

Beim Neukundengeschäft bleibt das Unternehmen jedoch vorsichtig. Vorstandschef Markus Dränert verweist auf die wirtschaftliche Unsicherheit vieler Kunden. Investitionsentscheidungen würden länger dauern und Projekte häufiger verschoben.

Neue Impulse erwartet Intershop von zusätzlichen KI-Funktionen, die im Mai eingeführt werden sollen. Geplant sind Anwendungen zur Automatisierung von Produktdaten und anderen Abläufen im digitalen Handel. Der Markt für entsprechende Lösungen wächst zwar weiter, gleichzeitig stehen viele Anbieter unter Druck, ihre Kostenstrukturen an die schwächere Nachfrage anzupassen.

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